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Hochschule als Kreativlabor
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Hochschule als Kreativlabor

von derpunkt
9. Juni 2020

Autor: Marc Schaffner

CreaLab Studierende der FHNW suchten nach Lösungsansätzen für regionale Firmen

Vier Tage lang schlossen sich rund 70 Betriebsökonomie-Studierende an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit Dozierenden, Doktorierenden und
Fachpersonen zu einer «Innovative Community», einer «Innovationsgemeinschaft », zusammen. In Online- Meetings suchten sie Lösungsansätze für wirtschaftsbezogene Fragen, die ihnen sieben Unternehmen und Organisationen aus der Region stellten. Aus dem Oberbaselbiet waren unter anderem die Elektra Baselland (EBL) oder die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) beteiligt. Letztere nutzte das «CreaLab», so heisst der Titel der Veranstaltung, um Fragen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu beleuchten – und Antworten darauf zu finden, welche Rolle die Bank dabei übernehmen kann. «Unser Engagement im Nachhaltigkeitsbereich ist enorm umfangreich», erklärt Marilen Dürr, Leiterin Nachhaltigkeit bei der BLKB, und verweist auf den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Das «CreaLab» sei für die Bank interessant, um Denkanstösse für Weiterentwicklungen zu erhalten. Es ermögliche den Dialog und den Austausch mit jungen
Menschen aus unserer Region. Ausserdem entspreche es den Erwartungen an die Bank, dieses Innovationsprogramm der FHNW zu fördern: «Wir haben eine Verantwortung für die Entwicklung und Bildung im Kanton», betont Marilen Dürr. Auch mit der Innovation Challenge oder dem Crowdfunding- Channel unterstütze sie Initiativen mit Studierenden im Innovationsbereich.

Ideen gegen Food-Waste

Eine weitere Organisation, die am «CreaLab» teilnahm, war der Verein für Sozialpsychiatrie Baselland (VSP) mit Sitz in Frenkendorf.

Die Fragestellung war, wie Food-Waste in der Region reduziert und gleichzeitig die Armut bekämpft werden könnte.

Der VSP betreibt nämlich, im Rahmen seiner Angebote im Bereich Arbeit, Tagesgestaltung Wohnen, Krisenintervention, ein Ladenkaffee auf dem Walzwerkareal in Münchenstein. Täglich werden dort Produkte von verschiedensten Zulieferen, beispielsweise aus der Landwirtschaft oder aus dem Detailhandel, aber auch von der Organisation «Schweizer Tafel» verwertet und verteilt. Um Menschen mit einem kleinen Budget zu unterstützen, werden diese Lebensmittel und verwerteten Produkte kostenlos im Ladenkaffee abgegeben. Das Ladenkaffee als No-Food-Waste- Abgabestelle wurde erst im Dezember 2019 gestartet. In der Lockdown-Zeit seien viele Lebensmittel «en masse» angeliefert worden, berichtet Bereichsleiterin Claudia Voegelin, beispielsweise Osterhasen oder Terrinen, die in den Läden nicht verkauft worden seien. Auch seitens der Bedürftigen sei ein Anstieg bemerkbar. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass viele Abgabestellen in der Region geschlossen seien. «Andererseits wird es gerade durch die wirtschaftliche Lage vermutlich in Zukunft mehr armutsbetroffene Menschen geben als bis anhin und diese Angebote werden noch attraktiver beziehungsweise nötiger als vorher», fügt Claudia Voegelin hinzu.

Online-Format hat sich bewährt

«Das persönliche Kennenlernen ist sicher nicht das Gleiche, wie wenn es physisch stattgefunden hätte»

Marilen Dürr

Eigentlich hätte das «CreaLab» als physische Präsenzveranstaltung stattfinden sollen, wie bei der ersten Durchführung letzten Herbst. Aber auch online habe es sehr gut funktioniert, sagt Tina Haisch von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Die Studierenden hätten sich gut selbst organisiert und nach der Veranstaltung ein positives Feedback gegeben: «Sie schätzten es sehr, wie motiviert auch die Auftraggeberinnen und Auftraggeber waren», so Tina Haisch. Lobende Worte kommen auch von der andern Seite: «Die Studierenden waren sehr gut vorbereitet», stellt Marilen Dürr von der BLKB fest. Das Online-Format habe gut funktioniert, auch wenn ein Bildschirm eine physische Begegnung nie komplett kompensieren könne. «Das persönliche Kennenlernen ist sicher nicht das Gleiche phone Numbers lookup , wie wenn es physisch stattgefunden hätte», meint
Marilen Dürr. Auch für die BLKB seien Onlinekonferenzen etwas Neues, das «vor Corona» kaum genutzt worden sei. In den letzten Monaten und Jahren habe sich die BLKB aber IT-mässig gut ausgerüstet, sodass die Umstellung sehr gut funktioniert habe. Die dritte Ausgabe des «CreaLab» wird wieder physisch stattfinden, voraussichtlich Anfang November in den Räumlichkeiten der BLKB in Liestal.


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